Ausflug vom 17. August 2017 der 3.-6. Klasse nach Augusta Raurica

Die 3., 4., 5. und die 6. Klasse hatte heute ihren ersten Ausflug zum neuen Thema Römer. Bereits am Morgen waren alle Kinder sehr gespannt. Wohin uns wohl unsere Exkursion führen wird? Ein paar Kinder hatten bereits eine Vermutung und hatten natürlich richtig geraten: Wir fuhren zur Römerstadt nach Augusta Raurica in Kaiseraugst. 

Da die 3. Klasse bereits im letzten Jahr in der Schule Zeitung gelesen hatte, schnappten sich einige Kinder die 20-Minuten. Berichte wurden einander vorgelesen. Einige versuchten sich auch beim Kreuzworträtsel.

Nach einem kurzen Aufenthalt am Bahnhof SBB in Basel ging die Reise weiter Richtung Kaiseraugst. Nach dem 15-minütigen Gehmarsch vom Bahnhof, kamen wir dann beim Museum von Augusta Raurica an, wo bereits die Workshop-Leiterinnen auf uns warteten. Die Knaben durften den Workshop „Geschirr-Geschichten: Töpfern wie zur Römerzeit“ und die Mädchen den Workshop „Salben und Ölen in der Antike“ besuchen.

Die Mädchen, zusammen mit Frau Henz und Jonas Schmidli, betrachteten zuerst ein Römisches Einfamilienhaus. Dieses besass drei Baderäume mit Wasseranschluss. Durch ein Glasfenster konnte man gut nachvollziehen, wie der eine Baderaum aufgeheizt wurde. Besonders interessant war, dass die Römer Küche und Klo miteinander kombinierten. So konnte das Abwasser der Küche gleichzeitig zum Spülen der Toiletten gebraucht werden.

Nach der spannenden Führung ging die Mädchengruppe zum Ratshaus, wo früher politische Entscheide gefällt wurden. Anstatt zu debattieren, gönnten sie sich eine kurze Pause und assen ihr Znüni. Danach gingen sie in den Mosaikraum, bei welchem verschiedene Mosaike ausgestellt waren. Im selben Raum stellten die Mädchen mit Olivenöl (mit eingelegtem Zimt oder Lavendel) und Bienenwachs eigene Salben her.

Den Knaben und Herrn Emmenegger wurden zuerst 2000-jährige Scherben aus der Römerzeit gezeigt und ihnen wurden die Fragen gestellt: Wie sah wohl das ganze Gefäss aus? Welche Verwendung hatten die Römer dafür? Es war nicht immer einfach, sich aus den Scherben das ganze Gefäss vorzustellen, doch die Knaben hatten oft richtige Vermutungen. Auf Fotos wurde ihnen anschliessend gezeigt, wie die Gefässe früher ausgesehen haben.

Danach stieg die Spannung. Den Jungs wurde vorgeführt, wie römisches Geschirr auf einer Töpferscheibe gedreht wurde. Alle Augen standen weit offen, als auf der schnell drehenden Töpferscheibe ein Tongefäss entstand. Es sah aus, als wäre das Drehen des Tons ein Kinderspiel. Bis man es aber so gut kann wie die gelernte Töpferin uns das vorführte, braucht es jahrelange Übung.

Anschliessend durften die Knaben selber mit Ton modellieren oder Scherben von Becher und Töpfen wieder zusammensetzen. Voller Eifer und grosser Motivation gingen alle an die Arbeit und modellierten und probierten das schöne Material Ton aus. Es entstanden ganz individuelle und wunderschöne Töpfe, Vasen oder andere Kreationen. Leider ging die Zeit viel zu schnell vorbei, sodass wir schon bald wieder aufräumen mussten. Als Andenken durften alle den eigenen Tongegenstand in eine Kartonschachtel packen und vorsichtig nach Hause nehmen.

Das war wirklich ein wunderschöner Einstieg in unser neues Thema.